Ein Tag in Duisburg

Im April dieses Jahres waren wir mit unseren beiden Söhnen für einen Tag in Duisburg. Sie hatten sich schon länger einen Aufenthalt in einer Trampolinhalle gewünscht und nun war es soweit. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg ins Ruhrgebiet. Da mein Mann und ich keine Lust hatten, die ganze Zeit in der Halle zu sitzen, hatten wir uns im Vorfeld via Internet ein paar Punkte herausgesucht, die wir uns in Duisburg angucken wollten. Nilak war natürlich wie immer bei solchen Ausflügen mit dabei.

Noch bevor wir die Jungs in der Halle ablieferten, fuhren wir zum Angerpark um uns dort die Skulptur „Tiger & Turtle“ anzusehen. Bei der Ende November 2011 eingeweihten Skulptur handelt es sich um eine begehbare Achterbahn – übrigens nicht unbedingt für Menschen mit Höhenangst geeignet. Wenn man sich allerdings traut, die vielen Stahlstufen zu erklimmen, dann wird man mit einem wundervollen Blick über Duisburg belohnt. Wir finden mal etwas anderes und absolut sehenswert.

 

 

 


Nachdem wir die Jungs dann in die Trampolinhalle gebracht hatten, machten mein Mann und ich uns mit Nilak zusammen auf den Weg um den Landschaftspark Duisburg-Nord zu erkunden. In diesem ca. 180 Hektar großen Park verbinden sich Industriekultur, Natur und bei Einbruch der Dunkelheit eine faszinierende Lichtillumination zu einem einmaligen Ereignis.

Zentrum des Parks ist ein stillgelegtes Hüttenwerk, dessen alte Industrieanlagen heute vielfältig umgenutzt wurden. In den ehemaligen Werkshallen befindet sich ein Eventcenter, das alte Gasometer wurde zu Europas größtem künstlichen Tauchsportzentrum, der Erzlagerbunker hat sich in einen Klettergarten verwandelt und in der alten Gießhalle gibt es jetzt einen Hochseilparcours. Das absolute Highlight aber ist der inzwischen erloschene Hochofen 5, der zu einem Ausichtsturm ausgebaut wurde.

Es gibt Gastronomie auf dem Gelände, aber auch viele Flächen, die sich für ein Picknick eignen. Für die kleineren Besucher gibt es verschiedene Spielplätze. Bei unserer kurzen Park-Erkundung ist es uns leider nicht gelungen, das ganze Gelände zu sehen. Aus diesem Grund empfehlen wir euch für den  Besuch der Parkanlage unbedingt einen ganzen Tag einzuplanen, damit euch auch ja nichts entgeht. Beim Durchstreifen der alten Gebäude hat mich übrigens  am meisten beeindruckt, wie sich die Natur ihren Raum zurückerobert, wenn man sie nur lässt. Es ist schon toll zu sehen, wo es überall anfängt zu wachsen.

     

Für Nilak und uns steht eines fest, wir werden ganz sicher noch mal nach Duisburg fahren und zwar dann, wenn es dunkel ist, um uns den Park mit Beleuchtung anzusehen.

       

 

 

 

Übrigens, der Landschaftspark ist rund um die Uhr geöffnet und der Eintritt zum Parkgelände ist frei.

 

 

 

 


Als es dann Zeit wurde, die Jungs wieder abzuholen, trennten wir uns schweren Herzens von dieser tollen Anlage und machten uns auf den Weg. Zum Abschluss des Tages war noch ein Abstecher an die Sechs-Seen-Platte geplant. Unser vorrangiges Ziel war der Wolfssee und von dort aus ein kleiner Spaziergang auf den Wolfsberg mit seinem 22 Meter hohen Ausichsturm.

    

Die Sechs-Seen-Platte ist ein im Süden von Duisburg liegendes Naherholungsgebiet welches aus ehemaligen Baggerseen hervorgegangen ist. Das Gebiet ist von Wäldern umgeben und lädt zu langen Spaziergängen in der Natur ein.

      

Der ca. 28m hohe Wolfsberg ist eine ehmalige Mülldeponie, die an dieser Stelle errichtet wurde um eine Artillerieanlage aus dem zweiten Weltkrieg abzudecken. Oben auf dem Wolfsberg befindet sich ein stählerner Aussichtsturm – der Wolfsbergturm – von dort aus hat man bei gutem Wetter einen beeindruckenden Panoramablick über Duisburg und Umgebung. So kann man im Süden Düsseldorf, im  Nordwesten Moers und im Nordosten Bottrop sehen. Aber auch viele für Duisburg typische Details wie etwa die begehbare Achterbahn Tiger&Turtle, die Brücke der Solidarität, die Funk- und Fernsehtürme, sowie die Industriekulisse am Rhein. Ihr seht also, ein Aufstieg lonht sich.

So das war unser Tag in Duisburg – übrigens ich war total erstaunt, wieviel Natur es dort gibt. Denkt man ja erstmal gar nicht dran, wenn man Ruhrgebiet hört…


Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.