Von der Weser an die Donau und zurück – Teil 2

So und weiter geht’s mit unserer alternativen Wienbesichtigung. Start war am zweiten Tag im Himmel. Wir haben uns dort den Lebensbaumkreis angesehen, ein Naturprojekt das durch seine Kreisform den Verlauf eines ganzen Jahres symbolisiert. Gegen den Uhrzeigersinn wurde jedem Geburtsdatum ein eigener Baum zugeordnet – beginnend und endend mit dem Apfelbaum. Den vier Jahreszeitenbäumen im Innenkreis wurde nur jeweils ein einziger Tag des Jahres zugeordnet – sie teilen das Jahr in die 4 Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Mein persönlicher Lebensbaum ist übrigens die Ulme. Der Lebensbaumkreis ist ein toller Ort, wenn ihr mal ein bisschen „entschleunigen“ wollt und Ruhe sucht. Finden könnt ihr diesen tollen Ort in 1190 Wien, Himmelstraße Ecke Höhenstraße.

Nicht weit vom Lebensbaumkreis entfernt befindet sich die Sisi-Kapelle. Ihr findet sie nach einem ca. 500m langen Spaziergang im benachbarten Wald. Die kleine Kapelle wurde 1854-1856 von Baron Carl Freiherr von Sothen anlässlich der Hochzeit des kaiserlichen Paares Elisabeth und Franz Joseph errichtet. Während des zweiten Weltkrieges wurde die Kapelle fast vollständig zerstört. Seit dem Jahr 2002 gehört die Kapelle dem gemeinnützigen Verein Kuratorium Wald, der dafür gesorgt hat, das sie wieder aufgebaut wurde. Seit 2006 ist die Kapelle in ihrer jetzigen Form wieder für die Öffentlichkeit nutzbar. Wenn ihr in Wien seid, dann solltet ihr unbedingt einen Abstecher zu diesem schönen Ort machen.

              

Vom Himmel und der kleinen Hochzeitskapelle ging es dann runter in die Stadt in den schönen Schloßpark von Schönbrunn. Den Park könnt ihr übrigens frei nutzen, er kostet keinen Eintritt. Man kann dort wirklich sehr gut spazieren gehen oder auf einer der vielen Grünflächen einfach nur die Seele baumeln lassen.

    

            

         

Nach dem Besuch im Schlopark zog es uns dann endlich auch mal in die Stadt. Unser erstes Ziel war die Rossauer Kaserne, die von 1865 bis 1869 nach Plänen des Obersten des Geniestabs Karl Pilhal und Major Karl Markl erbaut wurde. Die im Windsorstil gebaute Kaserne misst 270 mal 140 Meter und wurde als sogenannte „Defensivkaserne“ errichtet. Seit 1945 ist das Gebäude unter anderem die Heimat der Wiener Polizei. Mittlerweile sind sowohl das Bundesministerium für Landesverteidigung als auch die Wiener Verkehrsleitzentrale dort untergebracht. Finden könnt ihr dieses beeindruckende Gebäude im neunten Wiener Bezirk in der Türckenstr. 22a

    

         

Von der Rossauer Kaserne sind wir dann einfach mal ein bisschen durch die Stadt gelaufen, angeleitet von unseren Mägen, die uns so langsam zu verstehen gaben, das es Zeit zum Mittagessen war. In einem kleinen Biergarten haben wir dann auf sie gehört und dort lecker gegessen, bevor wir uns zu unserem nächsten Ziel aufgemacht haben.

            

             

Unser letztes Ziel für den heutigen Tag war das Heidentor, das wohl bekannteste römische Bauwerk Österreichs. Hinter dieser Ruine verbirgt sich ein gewaltiges römisches Bogenmonument mit vier Durchgängen (Quadrifron) und einer Gesamthöhe von 15 Meter. Sein Standort lag ursprünglich an einer Straßenkreuzung, die die römische Limesstraße entlang der Donau mit der nordsüdlichen Bernsteinstraße verband. Finden könnt ihr das Tor ca. 40km außerhalb von Wien, in der Heidentorgasse bei 2404 Petronell-Carnuntum. Der Besuch der Anlage ist kostenlos und es gibt sogar einen Picknicktisch mit Bänken.

           

So das war aber ein langer Tag heute, findet ihr nicht auch? Nach einem leckeren Bohnen-Thunfischsalat sind wir dann auch nur noch zu unserem Schlafpaltz von letzter Nacht zurück gefahren. Gute Nacht und bis bald sagen Nilak und Nicole.

 

 


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